Wenn der Nachwuchs da ist ändert sich so manches in deinem Leben. Kinder stellen doch so einiges auf den Kopf. Doch wenn du jetzt glaubst es wären nur noch Spaziergänge am Wochenende möglich und auf Mehrtagestouren mit Zelt müsstest du verzichten, dann irrst du dich vermutlich. 

Seitdem ich mit dem Wandern, Trekking und Reisen angefangen habe, gehören meine Kinder dazu. Sie sind fast überall mit dabei und lernen so den Umgang und den Respekt vor der Natur.

Kinder - eine neue Herausforderung

Bei so einigen Dingen muss man umdenken, sobald Kinder mit dabei sind. Es fängt bei der Planung der Tour an, es ändert sich die Ausrüstung die du mitnehmen musst.
Die Verpflegung muss angepasst werden und es muss mehr Wert aufs Zeitmanagement gelegt werden.

Viele geben da vielleicht schon auf – alles vielleicht zu aufwändig oder anstrengend. Doch solltest du diese ganzen, nennen wir sie “Strapazen” doch einfach als Herausforderung sehen.
Denn man ermöglicht den Kindern dabei unvergessene Erfahrungen, mit Abenteuern aufzuwachsen und die Natur zu respektieren.
Doch auch du wirst die Natur, den Weg den du gehst mit anderen Augen sehen. Dinge entdecken, an denen  du sonst vermutlich vorbei gelaufen wärst oder auf die du nicht geachtet hättest, wenn dich nicht ein Kind drauf hingewiesen hätte. Denn was gibt es schöneres, als Abenteuer in der Natur zu erleben und neue Horizonte oder unbekannte Orte gemeinsam mit deinen Kindern zu entdecken? Stimmst du mir da zu?

Kinder auf Reisen - Start Eifelsteig
Hier am Start des Eifelsteigs

Richtige Vorausplanung

Bei der Planung der Tour sollte man vor allem das Alter des Kindes oder der Kinder berücksichtigen. Kleinkinder, die noch nicht selbstständig sitzen können, kann man in sogenannten Tragetüchern  mitnehmen. Dabei solltest du jedoch darauf achten, nicht mehr als ein paar Stunden unterwegs zu sein und ausreichend Pausen einzulegen. Das ist dann wohl auch die einzige Zeit, in denen dann doch nur kurze Tagestouren oder Spaziergänge angebracht sind.

Sobald dein Kind von selbst sitzen kann, so ab dem 10. Monat, kannst du es in Kindertragen oder auch Kinderkraxen genannt tragen. Dort hast du jetzt die Möglichkeit zusätzliche Ausrüstung mitzunehmen, da der untere Teil einer Trage meist wie ein Rucksack zu nutzen ist. Doch auch bei den Tragen solltest du nicht länger als 5 Stunden wandern und auch hier wieder ausreichend Pausen einlegen. Auch solltest du unbedingt darauf achten, dein Kind warm genug anzuziehen. Da es sich in der Kraxe nicht viel bewegt kommt es schnell zur Auskühlung.

Im Alter von drei Jahren ist die Zeit der Tragen bzw. Kraxen vorbei. Dein Kind möchte jetzt die Natur auf eigene Faust entdecken. Jetzt sind jedoch nur Tagestouren mit wenig Gehzeit empfehlenswert. Doch wenn du dich mit einem Zelt auf einem Campingplatz niederlässt, dann hast du die Möglichkeit von dort aus kleine Abenteuer zu starten und bist trotzdem in der Lage am Abend dein Kind ausreichend zu versorgen. Ab diesem Zeitpunkt wachsen die Touren mit der Ausdauer deines Kindes.

Touren auf Kinder anpassen

Wenn man mit seinem Nachwuchs auf Wanderung geht, sollte man den zu gehenden Weg gut überlegen. Lange eintönige Strecken die nur geradeaus gehen oder an denen immer nur das selbe zu sehen ist solltest du nach Möglichkeit vermeiden. Nichts ist auf einer Tour schlimmer als ein gelangweiltes Kind, dass keine Lust mehr hat weiter zu laufen. Am besten eignen sich Abwechslungsreiche Strecken ohne viele Steigungen, an denen es allerlei zu entdecken gibt. Schön ist es auch, wenn man auf seinem Weg an einem Bach vorbei kommt, im Sommer kannst du dein Kind dort spielen lassen und eine Pause einlegen.

Worauf man auch achten sollte, gebe deinem Kind immer ein Ziel, so fällt es ihm leichter. Man könnte eine Tagestour vielleicht so legen, dass man am Ende an einer Eisdiele auskommt oder an einem Spielplatz, so hat man auch noch gleich einen Belohnungseffekt. So sind wir einmal den Biberpfad gegangen. Die Kinder waren den ganzen Weg über gespannt, sie wussten das wir wahrscheinlich keinen Biber sehen werden. Doch sie wollten doch unbedingt die Staudämme sehen, so etwas treibt an und motiviert.

Aber vor allem solltest du deinem Kind ausreichend Zeit einräumen. Plane also für eine Tour, die du in zwei Stunden gehen würdest, lieber vier bis fünf Stunden ein.  

Ich selber durfte die Erfahrung schon mit meinem Sohn machen, wir gingen zusammen die erste Etappe des Eifelsteigs und es wurde zum Abend hin dann doch ein wenig stressig.
Vielleicht sollte sich darüber mal einen Erfahrungsbericht schreiben? Wenn Interesse besteht, könnt ihr es gerne in die Kommentare schreiben, ich würde mich freuen.

Wenn man trotz Nachwuchs aufs Reisen nicht verzichten möchte, dann kann man es doch einfach mitnehmen. Einen ganz tollen Eindruck, wie du das am besten anstellst bekommst du auf Kind im Gepäck, ein Blog der sich nur um das Reisen mit Kind dreht.

Kinder auf Reisen - Eifelsteig
Eifelsteig Etappe I

Was (ver)trägt mein Kind?

Meist wollen Kinder ihre Ausrüstung und Verpflegung selber tragen. Doch hier solltest du unbedingt darauf achten, den Rucksack nicht zu schwer zu beladen. Ein Rucksack mit zu viel Gewicht, kann schnell dazu führen das dein Nachwuchs die Lust verliert. Schlimmer aber noch, es kann auf Dauer auch zu Problemen mit dem Knochenwachstum führen.

Wenn es um die Frage des richtigen Kinderrucksacks geht, lies hier meinen
Ultimativen Kinderrucksack Ratgeber.

Als Richtlinie beim befüllen der Rucksäcke kann man sagen:

  • 3-5 jährige max. 1kg Gepäck
  • 6-8 jährige max. 3kg Gepäck
  • 9-12 jährige max. 5kg Gepäck
  • 13-16 jährige max. 7kg Gepäck

Die kleinen können meist etwas zum spielen, das Lieblings-Kuscheltier und die Trinkflasche tragen. Größere können dann auf Mehrtagestouren auch schon mal Teile der Allgemeinen Ausrüstung tragen. Was dann nicht nur nie Eltern entlastet, sondern auch dazu führt, dass die Kinder einen gewissen Stolz entwickeln. Denn sie sind Teil vom ganzen.

War es das nun? War das schon alles?

Nein, über das Unterwegs sein mit Kindern gibt es noch so viel mehr zu berichten und ich versuche euch in naher Zukunft noch mehr darüber zu informieren. Doch das würde den Rahmen von diesem Artikel sprengen.
Also freut euch auf weitere informative Beiträge.

Wenn ihr jedoch spezielle Fragen habt, oder euch vielleicht einen Beitrag wünscht, dann schreibt es mir doch einfach in die Kommentare. So haben wir die Möglichkeit alle die es interessiert darüber zu informieren.  

Über Feedback von euch freue ich mich natürlich auch.

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