Für uns ging es hinab in die Teufelsschlucht. Wir wollten die Teuflische Acht laufen, einen ausgeschilderten Wanderweg mit einer Gesamtlänge von 5,8 km durch die Kluften der Sandsteinfelsen.

Ein höllischen Unterfangen, aber dennoch einer der schönsten Wanderwege die ich bisher gelaufen bin. Atemberaubende Landschaft gepaart mit einem harten Stück Arbeit.

Ausgangspunkt unserer Wanderung war der kleine Ort Ernzen.

Und wenn ich hier klein schreibe, dann meine ich KLEIN.

Kennst du diese Orte in denen nichts ist? Keine Geschäfte, keine Tankstellen, keine Möglichkeiten schnell noch etwas zu besorgen wenn man etwas vergessen hat. In so einem Ort kannst du froh sein, wenn du an alles gedacht hast.

Ausgangspunkt

Wir trafen also gegen Mittag auf dem kleinen Campingplatz bei Ernzen ein. Dort hatten wir freie Platzwahl auf der Zeltwiese, da wir die einzigen Besucher mit Zelt waren.

Also wurde das Zelt in Unmittelbarer nähe zur Feuerstelle aufgebaut, damit wir Abends noch ein gemütliches Feuer machen konnten.

Würdest du doch genauso machen oder nicht?

Campingplatz Ernzen Teufelsschlucht

Als als Zelt stand, wurden unsere Tagesrucksäcke geschultert. In meinem Fall der kleine Deuter Bike AC. Gefüllt mit meiner Trinkblase von Bora Sportsware und ein paar Leckereien für Unterwegs. Vor allem die Selbstgemachten Müsliriegel waren super lecker.

Rezept für die Müsliriegel auf lecker.de

Start der Teuflischen Acht, sowie zahlreichen weiteren Wanderwegen durch die Sandsteinfelsen ist das Naturparkzentrum Teufelsschlucht. Dort hast du die Möglichkeit, Informationsmaterial zu erwerben, kannst dem Museum einen Besuch abstatten oder dich mit warmen Speisen und Getränken stärken.

Hinab in die Teufelsschlucht

Wir folgten also unserem Symbol, einer weißen Acht mit Teufelshörnern auf gelben Grund, hinein in den Wald. Schon wenige Minuten später führte uns der Weg die ersten Stufen hinab. Es ging Abwärts, hinunter durch Felsspalten der Sandsteinfelsen.

Teufelsschlucht
Teufelsschlucht Felsspalten

Zwischen den kühlen und noch leicht feuchten Steinen merkt man nichts mehr von der warmen Sonne, die zur Mittagszeit hoch oben am Himmel stand. Wir hatten zum Glück bestes Wanderwetter. Obwohl dies zu beginn unserer Reise noch gar nicht so klar war, es sah eigentlich nach Regen aus.

Wir folgten nun dem Symbol der Teuflischen Acht weiter durch die Felslandschaft. Es ging immer weiter herunter in die Teufelsschlucht. Ab und an, wenn die Baumkronen es zuließen, konnten wir einen Wunderschönen Ausblick genießen. Doch die meiste Zeit folgten wir den Felsklippen zu unserer linken und zu unserer rechten ging es steil hinab. Abrutschen am Stein hätte hier wohl üble folgen.

Sandsteinfelsen
Felsen Teufelsschlucht
Teufelsschlucht Aussicht
Aussicht vom Felsen

Weiter, immer weiter

Folgten wir nun dem Pfad tiefer in die Teufelsschlucht, hinunter zu den Irreler Wasserfällen.

Als erstes sahen wir das alte Schild, an dem Baum, wie lange es wohl noch lesbar ist?Was glaubst du? Lange wird es wohl nicht mehr zu erkennen sein.

Aber nicht schlimm, man kann das Wasser von hier oben schon hören.

Auf dem Weg zu den Wasserfällen
Schild Irreler Wasserfälle
Alte Baumwurzeln zu den Wasserfällen

Gespannt folgen wir der Beschilderung, überqueren einen kleinen Asphaltweg und gehen wie nicht anders zu erwarten, noch ein Stück hinab.

Verdammt denk ich mir, alles was wir heute runter gelaufen sind, müssen wir ja auch irgendwann wieder hinauf. Doch dieser Gedanke verfliegt schnell, denn jetzt standen wir auf der Brücke und unter uns die Irreler Wasserfälle.

Also gut… es sind keine wirklichen Wasserfälle, eher sind es Stromschnellen der Prüm, aber allemal einen Besuch Wert. Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, einmal bis unten zu kraxeln und uns die Stromschnellen aus der nähe anzuschauen.

Irreler Wasserfälle
Prümer Stromschnellen

Es geht Aufwärts!

Zurück auf dem Asphaltweg hatten wir nun die Wahl nach links abzubiegen und nach wenigen Metern bergab auf ein kleines „Bistro“ zu treffen oder aber direkt nach rechts dem Pfad weiter zu folgen.

Wir entschieden uns, erst einmal Rast zu machen und etwas kühles zu trinken.

Hättest du dich auch so entschieden?

Im Anschluss ging es nun bergauf. Wir folgten dem Asphaltweg der Prüm Flussaufwärts bis kurz vor den Hopfenfeldern.

Hier mussten wir nun links wieder zurück in den Wald.

Wobei wir dies fast verpasst hätten, die Beschilderung ist in diesem Abschnitt teilweise echt schwer zu erkennen.

Die Wegmarkierungen in der Teufelsschlucht bestehen bisher ja fast ausschließlich aus Sprühmarkierungen die an vielen Stellen schon der Witterung zum Opfer gefallen sind.

Doch wie ich vor kurzem vom Nationalparkzentrum Teufelsschlucht erfahren habe, werden diese demnächst durch Kunststoff-Beschilderungen ausgetauscht. Diese sind dann besser zu erkennen und auch Witterungsbeständiger.

Also nun zurück im Wald schlängelte sich der Pfad schnell und steil bergauf. Wir machten hier in kurzer Zeit ordentlich Höhenmeter.

Während wir da nun tapfer den Fels aufwärts stampften und kletterten, floss neben uns, mal zur linken, mal zur rechten ein kleiner Bach hinab zur Prüm. Ein wirklich schöner Anblick, der an manchen Stellen zum Verweilen einlädt.

Nach dem ersten steilen Anstieg und unzähligen Treppenstufen ging es für uns nun Entlang der Felswand. Trittsicherheit ist hier gefragt und für kleine Kinder eher ungeeignet. Stellenweise waren die Passagen verdammt eng oder führten durch schmale Felsspalten hindurch.

Bergbach Bergab
Bergbach
Blick hinab

Auf Aufstieg folgt Abstieg

Nur um dann wieder Aufzusteigen. Es ging bergauf und bergab, die Oberschenkel brannten und wir kamen ordentlich ins schwitzen. Die Teufelsschlucht, oder vielmehr die Teuflische Acht machte hier seinem Namen alle Ehre. Doch wie höllisch der Weg hier auch war, die Felslandschaft durch die wir hier wanderten war einfach himmlisch.

Oben, zwischen den Sandsteinfelsen machten wir dann noch einmal Rast, nur um danach in die Falsche Richtung weiterzulaufen…

Sch**ße

Zum Glück bemerkten wir das fehlen der Markierung noch rechtzeitig. Wir mussten also wieder ein Stück zurück und mussten kurz nach dem richtigen Weg suchen.

Was nicht ganz einfach war, hier oben an der Weggabelung waren die Markierungen fast ganz verschwunden, da wir aber schon einmal falsch gelaufen sind, blieb uns ja eigentlich nur der zweite Weg. Wie wir nach einigen Metern feststellen konnten, auch der richtige war.

Höhle im Sandstein
Sandsteinfelsen Teuflische Acht

Wir kraxelten noch ein wenig über Fels und Stein, fanden sogar ein Höhle in der wir locker hätten übernachten können, bis wir dann irgendwann wieder auf einen normalen Forstweg trafen.

Dieser brachte uns dann auf geradem Wege wieder zurück zum Nationalparkzentrum Teufelsschlucht, unserem Ausgangspunkt.

Ziel erreicht!

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Mein Fazit

Für Abenteurer mit durchschnittlich guter Kondition durchaus zu Empfehlen. Man muss zwar an der ein oder anderen Stelle aufpassen, da die Wegmarkierungen nicht immer gut zu erkennen sind, aber dennoch ist die Teuflische Acht durchgehend markiert und gut zu wandern.
Mit Kindern würde ich sie jedoch nicht gehen. Nicht nur zu anstrengend für so kurze Beine, an einigen Stellen geht es auch steil bergab und da sollte man nicht abrutschen. Aber für die kleinen gibt es natürlich in der Teufelsschlucht reichlich andere Wanderwege.

Informiert euch daher vorher einfach auf der Internetseite des Nationalparkzentrums.

Auf meinem Weg entlang der Teuflischen Acht, habe ich diesen Pfad öfters mal Verflucht nur um kurze Zeit später wieder begeistert da zu stehen und die Felsen zu bestaunen.

Alles in allem ein toller Weg dem ich jedem Abenteuerlustigen Wanderer empfehlen würde.

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