Auf der Suche nach Bibern starteten wir bei strahlendem Sonnenschein und doch eisigen Temperaturen unser Abenteuer am Sonntag Mittag. Doch sollten wir sie wirklich finden? Sollten wir Biber zu Gesicht bekommen? Wir werden es sehen.

Biberpfad

Rutschiger Start ins Abenteuer

Als wir nach kurzer Fahrtzeit den Parkplatz Glockenofen in Großhau erreichten, glaubte ich erst nicht was ich da sah. Trotz der Sonne, deren warme Strahlen hier die Luft erwärmte, blieb der Boden davon so gut wie unberührt. Der Parkplatz bestand aus einer Eisfläche und somit wurde das Aussteigen schon zum Abenteuer. Mit den Händen wurde sich am Autodach festgehalten und in kleinen Schritten bewegte ich mich zum Kofferraum, nun den Rucksack langsam schultern. “Jetzt bloß keine zu schnellen Bewegungen sonst lieg ich auf der Nase”, dachte ich mir.

Wie auf Schlittschuhen glitten wir über den Boden und verließen den Parkplatz Richtung Westen. Doch auch der weitere Weg, dem wir folgen sollten sah nicht besser aus. Die gesamte Oberfläche des Pfades bestand aus Eis, doch nun ging es auch noch bergab. Vorsichtig gingen wir am äußeren Rand vorbei. Der Seitenstreifen war zum Glück Eisfrei und so kamen wir doch ganz gut voran.

Biberpfad

Sonnenstrahlen und langer Abstieg

Nach der ersten Kurve wurde der Boden dann auch schon wieder begehbar, das Eis war verschwunden und wir konnten bequem auf dem Wanderweg Richtung Tal gehen. Doch man konnte schon gut erkennen was da vor uns lag. Von hier oben hatten wir einen hervorragenden Blick über die Baumwipfel und je weiter wir gingen, desto tiefer konnte man in den Wald schauen. Leise hörte man in der Ferne schon den Bach plätschern und einige Vögel zwitscherten im Wald. Das ist für mich Genuss pur, den Alltagsstress vergessen und einmal mehr der Natur lauschen. Doch darf man hier auch nicht vergessen, wir befinden uns in einem Naturschutzgebiet. Man sollte auf dem Weg bleiben und sich auch hier an die “Outdoor Regeln” halten.

Eine Kurve folgte der nächsten, langsam schlängelten sich der Biberpfad hinab ins Tal. Der Bach, mittlerweile schon ganz gut zu erkennen, lag links von uns. Mal breiter, mal schmaler bahnte er sich seinen Weg. Wenn hier irgendwo Biber leben, dann haben sie einen verdammt schönen Vorgarten.

Der Wanderweg ist durchgehend mit einem schwarzen Biber auf weißem Grund gekennzeichnet. Dadurch kann man den gesamten Biberpfad auch ohne Wanderkarte problemlos gehen. Hier aber noch der Link zu Outdooractive, für alle interessierten. “Biberpfad Hürtgenwald”

Biberpfad

Angekommen im Tal

Umso weiter wir dem Pfad folgten, desto näher kamen wir auch dem Bach, hier konnte man auch schon ganz gut erkennen wie die Biber die Landschaft hier umgestaltet haben. Die Biber passten hier alles ihren Bedürfnissen an und so entstanden durch geschicktes anlegen der Staudämme aus dem Bach hier und da viele kleine Tümpel. Am gesamten Ufer konnte man die Arbeiten der Nager erkennen, viele Baumstümpfe waren schon von Moos überwuchert, andere ganz frisch. Auch viele Bäume waren einfach nur angenagt. Wir waren jetzt ganz nah, hier müssten sich die Biber irgendwo aufhalten.  Mit viel Glück bekommen wir auch einen zu Gesicht. Doch ob wir sie sehen oder nicht, die Biber wissen schon lange das wir hier sind.

Was ein Ausblick!

Dem Bach weiter folgend erreichten wir nun das große Tal. Wir standen jetzt am südlichen Ende der Wehebachtalsperre und die Aussicht war unbeschreiblich. Wie aus einem Fantasiefilm lang die Landschaft vor uns. Keine Frage, hier mussten sich die Biber einfach wohl fühlen. Auch der Bach wurde von zwei, jetzt schon bestimmt einem Meter hohen Dämmen aufgestaut. Hier in der Gegend soll eine Biberfamilie mit ihrem Nachwuchs mehrerer Generationen leben. Haben sie auch Unterschiedliche Behausungen bzw. Biberburgen? Oder leben sie alle in einer? Gerne könnt ihr eure Meinungen in die Kommentare schreiben.

Biberpfad
Biberpfad
Biberpfad

Der Rückweg

Obwohl wir am heutigen Tag leider keine Biber zu Gesicht bekamen, war der Ausflug trotzdem eine schöne Erfahrung. Denn auch schon der Anblick eines Biberdammes oder einer Biberburg ist schon beeindruckend. Was diese Baumeister doch zustande bringen ist Wahnsinn und super interessant.

Auf unserem Rückweg folgten wir einer alten Straße Richtung Kleinhau. Über Serpentinen machten wir nun schnell Höhenmeter. Wohin jedoch diese alte Straße damals führte, oder ob sie nur dem Forstbetrieb dient, wer weiß. Jedoch sind auf der gesamten Strecke noch die alten Fahrbahnmarkierungen zu erkennen, braucht der Forstbetrieb einen Mittelstreifen? Ich glaube eher nicht. 

Von Kleinhau aus folgen wir dann einem schmalen Pfad vorbei an einer Herde Rehe hinein in ein kleines Wäldchen. Von diesem aus ging es dann am Feldrand schnell zurück nach Großhau zum Parkplatz Glockenofen.
Erneut ein kleines Abenteuer mit den Kindern erlebt. Viel gesehen und die Natur genossen.

Ich hoffe, auch ihr findet so manches Abenteuer.

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