Stell dir einfach mal vor, du möchtest gerne noch eine kleine Runde gehen, bist voll motiviert, doch deine Kurzen lümmeln schon auf der Couch rum. Es ist ja immerhin schon Nachmittag und auch das Wetter ist nicht vielversprechend. Es könnte ja regnen, oder es ist viel zu warm. Alles schon gehört, ehrlich.
Da braucht es schon viel Überredungskunst, die Kinder zum laufen zu animieren, oder du versuchst es einfach mal mit dem Wort “Schatzsuche”.
Den Geocaching mit Kindern ist nichts anderes als eine Moderne Schatzsuche mit GPS. Also auch noch genau das richtige für Kinder mit einer Vorliebe für Technik.

Meist dauern diese Schatzsuchen auch nicht lange, sind also ideal für späte Nachmittage oder wenn du einmal nur vormittags Zeit hast.

Was ist das überhaupt, dieses Geocaching?

Geocaching ist wie oben schon erwähnt eine moderne Schatzsuche. Ähnlich einer Schnitzeljagt.
Meist sucht man sich im vorhinein ein Ziel aus, ein Versteck, was es zu finden und zu entdecken gilt.

Über ein GPS-Gerät oder ein Smartphone mit GPS-Funktion könnt ihr euch nun zum Zielort begeben, dort angekommen müsst ihr nun den Schatz finden, beim Geocaching nennt man diesen ganz einfach “Cache”.

Geocaching mit Kindern? Ab welchem Alter?

Wie alt sollte dein Kind sein, damit es Spaß an Geocaching hat? Darauf habe ich jetzt leider keine genaue Zahl für dich, jeder muss das wohl anhand seines Kindes selber abschätzen. Ich würde jedoch das Grundschulalter empfehlen, damit dein Kind besser versteht, dass es beim Geocaching hauptsächlich ums Suchen geht und nicht um das erbeuten einer Schatztruhe voll mit Gold. So bleiben auf jeden Fall schon einmal Entäuschungen in dieser Richtung erspart.

Natürlich soll das jetzt nicht heißen das kleinere Geschwister zuhause bleiben müssen und nicht mit suchen dürfen, diese können selbstverständlich mit doch sollte man ihnen vorher erklären das am Ziel keine Goldtruhe wartet.

Wie funktioniert Geocaching mit Kindern überhaupt?

Bevor es jetzt los geht, ihr einfach rausstürmt und versucht einen Schatz zu suchen, braucht ihr natürlich einen Zugang zu einer Geocaching Plattform. Denn du und deine Kinder brauchen ja eine Schatzkarte.
Dort bietet sich zum Beispiel geocaching.com oder für Smartphones die App C:geo, die sich auch bei uns im Einsatz befindet, an.
Für den Start, um überhaupt erst einmal zu schauen ob Geocaching etwas für dich ist, reicht meist die Basismitgliedschaft.

Wenn du dich jetzt auf einer der Plattformen angemeldet hast, suchst du dir einfach einen Cache in der Nähe heraus. Bei GPS-Geräten musst du dir dann die Koordinaten aufs Gerät laden, beim Smartphone reichts es die Navigation zu aktivieren und du wirst zum Zielort geführt. Ich würde jedoch raten, auf dem Weg zum Versteck nicht die ganze Zeit aufs Gerät zu schauen.
Steckt das GPS-Gerät oder auch das Smartphone doch einfach in die Tasche, sonst verpasst du das schönste unterwegs.

Wenn ihr nun am Zielort angekommen seid, müsst ihr nun den versteckten Cache finden. Mittlerweile sind die Caches an vielen Kreativen Orten versteckt und nicht leicht zu finden. Manchmal brauchst du sogar spezielle Ausrüstung, dazu aber später mehr. Auf jeden Fall gilt es jetzt Ausschau zu halten, z.B. nach kleinen Dosen wie Filmdöschen.
Bei der Cachebeschreibung befindet sich auch meist ein kleiner Hinweis, damit du nicht ganz so Planlos da stehst, doch dieser muss vorher entschlüsselt werden.

Hast du nun den Cache gefunden, achte beim bergen darauf, dies möglichst unbeobachtet zu machen.
Du solltest vorher nach sogenannten “Muggeln” ausschau halten. Nicht selten kommt es vor, das Caches von anderen zerstört werden.
Hast du nun den Schatz gefunden und erfolgreich geborgen, befindet sich im Inneren meist ein Notizzettel oder ein kleiner Blog.
In diesem könnt ihr euch nun eintragen, mit Namen und Datum des Fundes. Nehmt euch auch mal einen Augenblick Zeit und blättert mal durch. Ich habe vor kurzem mit meinen Kindern einen Cache gefunden, indem der erste Eintrag von 2008 stammt. Ganze 10 Jahre wurde dieser dort immer wieder gefunden und erneut versteckt, unzählige haben dieses in dieser Zeit gefunden.
Nicht selten findet man in solchen Verstecken auch kleine Geschenke, diese kann man mitnehmen, doch sollte man etwas von sich hineinlegen.

Was brauchst du nun fürs Geocaching mit Kindern?

Als erstes brauchst du natürlich das wichtigste, ein GPS-Gerät oder ein entsprechendes Smartphone, am besten noch mit einer geeigneten App.

Was haben wir noch im Rucksack?
Also ich habe meist ein bis zwei Stifte dabei, Bleisitft, Kugelschreiber, man kann nie genug dabei haben. Nichts ist schlimmer als mit Kindern einen Cache zu suchen, diesen auch zu finden und dann kann man sich nicht eintragen, weil man keinen Stift dabei hat. Stell dir mal die Enttäuschung vor.
Also denk dran, habe immer einen Stift dabei, und einen Ersatzstift.
Profis nutzen meist sogar einen entsprechenden Stempel, aber darauf kannst du am Anfang ruhig verzichten.

Auch solltet ihr Taschenlampe/Stirnlampe, Taschenmesser und sogar einen kleinen Spiegel einpacken. Denn manchmal sind die Caches an den unglaublichten Stellen versteckt.

Ein Rucksack mit ausreichend Proviant und Getränken sowie Wetterfester Kleidung für die Kinder sollte natürlich auch nicht fehlen. Ich habe auch immer meinen Kleinen Erste Hilfe Beutel dabei, man weiß ja nie. 😉

Und was du auch nicht vergessen solltest, sind Kleinigkeiten die du zum tauschen in die Caches legen kannst. Wir nutzen dazu entweder andere gefundene Gegenstände, Muscheln oder Figuren aus Ü-Eiern.

Als Liste, leicht Überschaubar.

- GPS-Gerät oder Smartphone*
- Stifte
- ggf. Notizheft
- Taschenlampe / Stirnlampe*
- Taschenmesser*
- kleiner Taschenspiegel
- Rucksack mit Proviant*
- Wetterfeste Kleidung
- Erste Hilfe Beutel*
- Gegenstände zum tauschen

Worauf du achten solltest!

Wähle für Kinder Caches die leicht zu finden sind. Bei denen nicht hoch geklettert werden muss. Auch Catches, bei denen Zusammehängende Aufgaben gelöst werden müssen die viel Rechnerei erfordern sind für kleine Kinder eher ungeeignet.

Bei der Wahl sollte man jedoch nicht nur auf die Schwierigkeit des Caches achten, sondern auch auf die Umgebung. Nichts ist langweiliger als Kilometerweit über Feldwege zu laufen. Spannender ist da doch ein Cache im Wald.

Achtet im Wald jedoch auf das Zeckenrisiko! Und schützt euch entsprechend.
Sollte es jedoch trotz aller Vorsicht zum Zeckenstich kommen hilft dir vielleicht dieser Artikel weiter, wie du eine Zecke entfernst!

Also worauf wartest du noch? Los, geht raus und sucht die Schätze!

Wie sieht es bei dir aus? Hast du schon Schätze gesucht? Was nutzt du? GPS-Gerät oder Smartphone? Hab ich Ausrüstung vergessen? Ergänze sie doch einfach in den Kommentaren.

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