Montag Nachmittag, der Himmel ist fast Wolkenfrei und die Sonne scheint. Ich steh am Fenster und spüre die warmen Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht. Der Perfekte Nachmittag um ein Ründchen wandern zu gehen, denk ich mir. Schnell wurde Outdooractive zu rate gezogen. Lange wollten wir jedoch nicht wandern, denn immerhin wird es auch im Februar noch recht zeitig dunkel. Nach kurzem hin und her entschlossen wir uns für einen Weg. Jetzt stand dem wandern nichts mehr im Wege. Doch es sollte alles anders kommen…

Wandern

Schnelle Vorbereitungen

Da wir nun unsere Route geplant hatten, musste nur noch schnell der Rucksack gepackt werden. Außer meinen Basics (welche das sind könnte ihr hier nachlesen) packte ich noch meinen Kocher ein. Denn was ist schöner als im Februar beim wandern eine heiße Tasse Tee im freien zu genießen? Auch mein neues Tarp und das Paracord fand noch Platz im Rucksack. Für die Brotzeit wollten wir dann Unterwegs noch kurz beim Supermarkt vorbei schauen. Noch schnell ins Wander-Outfit geschmissen und los gehts… Moment, seh ich da richtig? War da nicht eben noch Sonne?

Wetterwechsel! Wandern in Gefahr

Wo eben noch fast Wolkenfreier blauer Himmel war, hing nun eine dicke schwarze Wolke. Der ganze Himmel war dunkel, die Sonne war verschwunden. Es sah nun gar nicht mehr nach dem Perfekten Wetter zum wandern aus. Doch gibt es überhaupt schlechtes Wetter? Es gibt doch eigentlich nur schlechte Kleidung so sagt man. Doch kann ich mir schöneres vorstellen als mit zwei Kindern im strömenden Regen durch einen Wald zu wandern.

Aber was soll es, wir mussten ja sowieso einkaufen. Also entschieden wir uns, erst mal zum Supermarkt zu fahren und im Nachhinein zu entscheiden ob wir nun die geplante Route wandern oder nicht. Gesagt getan standen wir zwanzig Minuten später an der Supermarkt-Kasse und blickten nach draußen. Schneeflocken… dicke Schneeflocken fielen vom Himmel und hüllten den Parkplatz in ein weißes Kleid. Jetzt mussten wir uns entscheiden, nach Hause fahren oder wandern. Doch wir wollten ja raus, und was ist denn schon ein bisschen Schnee? Ist immer noch besser als Regen!

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Routenwechsel

Da wir unbedingt raus wollten und die Kinder sich auch schon auf´s wandern gefreut haben, musste der Plan nur kurz umgestellt werden. Wir fuhren also nach Schevenhütte, da die Anfahrt auch nur ein paar Minuten beträgt. Es sollte nun auch keine lange Wanderung mehr werden, sondern ein kurzer Aufenthalt im Wald. Bei einer Tasse Tee und einem leckeren Stück geräuchertem Schwarzwälder Schinken.

Als wir dort ankamen, wie war es auch anders zu erwarten, war der Parkplatz leer, keine Menschenseele weit und breit, der Wald schien uns zu gehören. Dem Weg wurde nur kurz gefolgt, vorbei an einem kleinen Bach, dann ging es auch schon Querfeldein. Ein Stückchen, dann kamen wir zu einer Lichtung, irgendwo hier im Wald befindet sich auch die Ruine Kloster Schwarzenbroich. Doch dies war heute nicht unser Ziel und wir hoben uns dieses Abenteuer für einen trockeneren Tag auf.

Ein schönes Fleckchen

Nicht lange waren wir unterwegs, da haben wir auch schon einen Wunderschönen Platz gefunden, vom Wanderweg kaum einzusehen, da das Gelände leicht abfällig war, bauten wir mein Tarp von MilTec* schnell zwischen zwei Nadelbäumen auf. Für mich die ideale Übung, denn in ein paar Monaten solle es ja für ein Wochenende in den Pfälzer Wald gehen und es soll nur im Tarp übernachtet werden. Da wäre es nicht verkehrt, wenn man es zumindest aufbauen könnte. Knoten waren fix gebunden und ein paar lose Stöcke wurden als Heringe genutzt. Schon stand unser Unterschlupf für den Nachmittag, sollte es noch einmal zu schneien anfangen, waren wir geschützt.

Jetzt konnte das Proviant ausgepackt werden, leckerer Schwarzwälder Schinken, Kaminwurz, Pfefferbeißer und ein dickes Stück Gauda sowie zwei kleine Baguettes. Der Sturmkocher von MilTec* wurde ausgepackt, aufgebaut und ich konnte den Umgang mit dem Feuerstahl* noch einmal verinnerlichen. Als dann auch der Sturmkocher das Wasser erhitze konnte saßen wir da, die Kinder spielten im Wald und wir genossen die Ruhe, nur der Wind war gelegentlich zwischen den Baumkronen zu hören und wir blickten auf eine Wunderschöne weiße Landschaft…

Wandern
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Verdammt, verkalkuliert!

Doch was war das? Jetzt warteten wir schon eine ganze Weile auf unsere heiße Tasse Tee, und das Wasser dampfte nicht einmal. Ich hob vorsichtig den Topf vom Untergestell und musste voller Enttäuschung feststellen, ich habe mich mit dem Brennspiritus verkalkuliert. Ich habe einfach zu wenig mitgenommen, die Flamme war nun aus und damit stand auch fest, mit dem Tee wird es heute nichts. Schade, aber wieder was gelernt, dafür sind doch solche kleinen Abenteuer immer ganz gut, man lernt ja immer dazu.

Nach knapp zwei Stunden bauten wir dann wieder alles ab, wanderten den Weg zurück zum Auto, langsam ging die Sonne in der Ferne unter, die Kinder und auch wir fröstelten auch schon ein wenig und freuten uns umso mehr auf ein heißen Getränk im heimischen warmen Wohnzimmer.

Ich hoffe euch hat mein Beitrag gefallen, ich würde mich riesig über euer Feedback freuen. Schreibt doch einfach mal was in die Kommentare. Was macht ihr denn so an verschneiten Tagen?

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