Ich lief die 31 km auf dem Eifelsteig, ohne jegliches Wissen, ohne die nötige Kondition und mit spärlicher Ausrüstung, ich war einfach nur Motiviert. Es war ein harter Weg, der am Ende alles von mir abverlangte. Doch es war eine Wunderbare Erfahrung, die bei mir die Leidenschaft geweckt hat.

Nun folgt mein Fazit. Welche Fehler habe ich gemacht und was werde ich in Zukunft anders machen.

Vorüberlegung

Sommer 2016, ein paar Monate zuvor habe ich den Entschluss gefasst, um dem Stress im Alltag zu entfliehen mit dem Wandern  anzufangen. Der Natur näher kommen, die Ruhe genießen und dabei etwas für Körper und Geist zu tun.

Soweit der Plan. Kurz wurde überlegt wohin die erste Reise gehen soll. Es sollte nicht zu weit weg sein. Wenn wir aus irgendeinem Grund die Tour abrechen müssten, dann wollten wir schnell zurück sein. Schnell stand dann der Entschluss fest, wir nehmen den Eifelsteig.

Etappe 1 und 2 des insgesamt 313 km langen Eifelsteigs sollte es sein. Von Kornelimünster nach Roetgen an Tag 1 und von Roetgen nach Monschau an Tag 2. Zusammen waren es dann 31km. Kurz kam sogar der Gedanke, 31 km an einem Tag zu laufen und am nächsten Tag dann die knapp 25 km bis nach Einruhr. Dann hätten wir immerhin 3 Etappen des Eifelsteigs an einem Wochenende. Doch diese Idee wurde wieder schnell verworfen. Wir wollten uns ja nicht umbringen und bei 31 km an einem Tag war uns klar, bei uns Anfängern würde der Spaß Wortwörtlich auf der Strecke bleiben.

Nachdem wir uns nun für ein Ziel entschieden hatten, wurde noch kurz eine Packliste geschrieben, was sollte alles in den Rucksack? Was besaßen wir, was musste geliehen werden. Mehr Planung gab es bei uns nicht. Es sollte ja so schnell wie möglich los gehen, der Eifelsteig wartete ja auf uns.

Mein Erfahrungsberichte über beide Tage!

Anfängerfehler?

Aber was habe ich auf dem Eifelsteig gelernt? Welche Fehler würde ich nicht noch einmal machen wenn sie sich vermeiden lassen?

Fangen wir ganz vorne an und arbeiten uns Punkt für Punkt vor.

  • Die Planung im Vorfeld. Ja eigentlich haben wir uns ja schon Gedanken gemacht, wir kannten das Ziel, wir wussten was mit sollte, Packliste war ja auch geschrieben. Doch hätten wir uns zumindest das geliehene Zelt anschauen sollen und auch mal testen. Hätten wir es Testweise einmal im Heimischen Garten aufgebaut und mit einem Gartenschlauch abgespritzt, wäre uns da schon die Undichtigkeit aufgefallen und die Nacht bei Regen wäre anders verlaufen.
  • Stress gemacht wo keiner nötig gewesen wäre. Die Planung der Gehzeit wurde einfach nicht richtig bedacht. Wären wir am ersten Tag früher losgeganen, hätten wir nach hinten heraus mehr Zeit gehabt, zudem haben wir uns am zweiten Tag so beeilt, das wir schon gegen 14:00 Uhr am Ziel in Monschau waren.
  • Gehpausen einlegen auch wenn es unnötig erscheint, spart viel Kraft. Wir sind fast die gesamte Zeit gegangen. Unsere Pausen dauerten meist nur knappe 5 Minuten und wurden erst eingelegt als wir merkten das eine Pause nötig war. Man hätte sich vorher schon überlegen sollen, wo man Pausen einlegt und diese auch länger einplanen.
  • Essen schon vor der Tour einkaufen und mitnehmen, dass verhindert den Stress am ersten Abend. Wir hatten es anders geplant. Wir wollten um Gewicht zu sparen erst Abends in Roetgen einkaufen gehen, was auch da super klappte, nur hatte man immer die Uhr im Blick, wenn wir zu spät kamen, hatten wir nichts zu essen, weder für den Abend noch für den nächsten Tag. Das setzte einen schon am ersten Tag unter Zeitdruck, wenn auch nur Unbewusst.
  • Bei Wetterwechsel auch die Kleidung wechseln. Wir hatten uns ja, als der Regen am zweiten Tag anfing, dazu entschieden so weiter zu gehen und keine Regenkleidung anzuziehen. Großer Fehler, denn trotz Sommer und eigentlich warmen Temperaturen wurde uns durch den Wind schnell kalt als die Kleidung nass wurde. Und es ist auch kein Besonders tolles Gefühl wenn man mit nasser Kleidung noch einige Kilometer vor sich hat.

Über Kondition und Motivation

Also davon brauche ich nicht viel sagen, wer meinen Erfahrungsbericht gelesen hat, der kann sich ungefähr vorstellen, wie schmerzhaft die Erfahrung auf dem Eifelsteig für mich war.

Kondition war bei, ich glaub “0%”. Aber Motivation bei “120%”, und gut Motiviert schafft man so einiges habe ich feststellen dürfen. Obwohl es mir am Ende immer schwerer viel, die Motivation zu behalten. Am Ende wollte ich einfach nur nicht Aufgeben. Ich wollte das Etappenziel des Eifelsteigs erreichen und ging über meine eigentlichen Grenzen hinaus.

Vielleicht werden einige lachen, es waren ja nur 31 km. Aber die Umstände wie wir diese 31 Kilometer gegangen sind, die waren Entscheidend und machten auch aus einer doch recht geringen Entfernung ein hartes Stück arbeit.

Und in Zukunft?

Würde ich jederzeit die Etappen auf dem Eifelsteig noch einmal wandern. Nur besser Vorbereitet. Mehr Zeit Einplanen um sich selbst keinen Stress machen zu müssen, wir wollen ja dem Stress des Alltages entfliehen und ihn nicht mitnehmen.

Ich würde auch einiges mehr an Pausen einlegen, vor allem längere, wieso nicht an einem schönen Fleckchen mal eine Stunde verweilen? Muss man denn nach 10 Minuten schon weiter? Nein also wenn man genügend Zeit eingeplant hat, dann wohl nicht.

Essen würde ich in Zukunft wohl auch schon vor der Tour einkaufen. Entweder am Vortag oder auch am morgen der Tour. Auch dann hat man nach hinten heraus weniger Stress. Dann kann man am Ziel auch ankommen wenn die Geschäfte geschlossen haben.

Nicht zu vergessen ist der Wechsel der Kleidung entspechend den Wetterbedinungen. Auch ein feiner, “Nieselregen” kann einem zusetzen, wenn noch leichter Wind dazu kommt wird einem in nassen Klamotten schnell kalt.

Man lernt dazu

Ich hoffe, dass euch meine Fehler erspart bleiben, aber ganz ohne diese wird es wohl nie gehen. Doch immerhin kann man daraus für die Zukunft lernen. Mir werden sicherlich auch noch reichlich weitere Fehler passieren, aber auch daraus werde ich wieder meine lehren ziehen. Ich hoffe das euch mein Fazit gefallen hat und wünsche euch noch viel Spaß beim erleben eigener Abenteuer.

Schreibt mir doch einfach mal in die Kommentare was für Fehler euch Unterwegs schon passiert sind!

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